Alle Lesen ein Buch!

 
 
(November 2002)
 
 
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Unter diesem Motto setzen sich über 1000 Schülerinnen und Schüler der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule mit Büchern ihrer Wahl auseinander. Alle Lehrerinnen und Lehrer der Schule haben ihren Schülern Bücher vorgestellt, ihnen daraus Passagen vorgelesen und sie für ihre Bücher zu begeistern versucht. Die Schüler haben ein Buch ausgewählt und während der Herbstferien gelesen. Im Unterricht berichten sie über ihre Leseerfahrung, lesen selbst vor und machen Literatur so zum Thema. Ausgewählte Bücher sollen am Tag der offenen Tür präsentiert werden.

Die Buchhandlung Linnenmann bereicherte die Aktion "Alle lesen ein Buch" mit einer Lesung der Erfolgsautors Werner J. Egli. Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 erlebten spannende, nachdenkliche und heitere 90 Minuten in der Bibliothek der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule.

In "Schrei aus der Stille" liefert Egli bedrückende Szenen aus dem Leben in einem Schwarzenghetto in Chicago. Egli polarisiert, er setzt die bunten Bilder der schwarzen HipHopper aus Viva oder MTV gegen die trostlose Realität. "Im Ghetto gibt es keinen Schwarzen mit Goldkettchen, das hätte er bald nicht mehr".

In "Aus den Augen, voll im Sinn" erzählt Egli eine Liebesgeschichte, die es in sich hat. Zwei, die sich ihrer Liebe sicher sind verlieben sich während eines USA-Aufenthalts in andere Partner. Wo bleibt das Vertrauen, die Ehrlichkeit? Was ist mit den gemeinsamen Plänen? Egli trifft die Sprache und das Lebensgefühl der Jugendlichen genau.

Die Zuhörer stellen viele Fragen: wie kommt man zum Bücherschreiben, wie lange dauert es, bis ein Buch fertig ist, warum spielen ihre Bücher in den USA? Egli antwortet nicht nur, nein, er stellte die Fragen in einen Zusammenhang, erzählte ausführlich und sparte nicht mit Erfahrungen aus seinem eigenen Leben.

 

So fanden die Autogrammkarten des Schriftstellers am Ende der Lesung reißenden Absatz.

Surftipp: http://www.egli-online.com/

 
     
 
Wer ist Werner J. Egli?
 
  Werner J. Egli wurde 1943 in Luzern geboren. Die Hälfte seines Lebens verbrachte er in den USA, die auch im Mittelpunkt vieler seiner gut dreißig Romane stehen. Egli übte verschiedene Berufe aus, ehe er zu schreiben begann. Für seine Bücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, ist er mehrfach ausgezeichnet worden (u.a. Friedrich-Gerstäcker-Preis für "Heul doch den Mond an, ZDF Preis der Leseratten, Jugendbuchpreis des Senats der Stadt Berlin, Ehrenlisten Buxtehuder Bulle, Österreichischer Jugendbuchpreis, Zürcher Jugendbuchpreis), zuletzt 1999 mit der Steirischen Leseeule. Für 2001 ist Werner J. Egli für sein Gesamtwerk für die Hans-Christian-Andersen Medaille nominiert, die international höchste Auszeichnung in der Kinder- und Jugendliteratur. Werner Egli lebt heute in Zürich.  
 
 
 
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